Die Elfenreiche Trimandas weisen einige kulturelle Gemeinsamkeiten auf, die vor allem auf eine starke Vernetzung vor der Zeit der Götterkriege zurückzuführen sind. Bedingt nicht zuletzt durch die räumliche Trennung der Reiche haben sich die elfischen Teilreiche in den letzten sechstausend Jahren aber stark auseinanderentwickelt.
Die größte geografische und auch kulturelle Nähe weisen die stoonarischen Elfenreiche Astaldur & Aidalam auf, die durch ihre ritualsierte Jäger-Beute-Beziehung (s.u.) untrennbar miteinander verbunden sind, wobei hier gerade die Unterschiede die kulturellen Gemeinsamkeiten begründen. Ein Sonderfall unter den Elfenreichen ist Lasada, das sich sehr viel stärker als die anderen elfischen Staaten in die umgebenden Menschen-Kulturen integrierte. In vielerlei Hinsicht macht es mehr Sinn, Lasada als Teil der lertinländischen Nachfolgestaaten des Badrieh-Reichs zu behandeln, denn als Elfenreich. Schlussendlich überwiegen aber wohl doch die Gemeinsamkeiten – nicht zuletzt in der Physiognomie der Bevölkerungsmehrheit.
Motiviert durch ihr religiöses Verständnis (die Endgültige Scheidung; Lasada bildet auch hier eine Ausnahme, die Badrieh-Religion Kirche des Adlers ist Staatskirche) sind Elfen besonders erbitterte Feinde der Teufel und Daemonen und jagen erstere unbarmherzig.
In den elfischen Reichen gibt es keine Herrschertitel. Dem elfischen Verständnis zufolge soll sich ein Herrscher nicht durch seinen Titel, sondern durch sein Wesen, seine Haltung und seine ehrenhaften Taten legitimieren. Anders in Lasada, wo sich der gorbatische Titel Xah aus der Zeit der Nachfolgestaaten von Badriehs Weltreich erhalten hat. Hier gibt es eine Erbmonarchie.
Aussehen und sonstige biologische Unterschiede zum Menschen
Elfen sind Menschen im Körperbau sehr ähnlich. Es gibt jedoch einige Unterschiede, insbesondere die langen, spitz zulaufenden Ohren sowie die langen Finger und Zehen fallen sofort ins Auge. Elfen zahnen mit etwa 40 Jahren erneut und bekommen ihre dritten Zähne, dann im Abstand von jeweils ca. 40 Jahren auch noch die vierten und fünften Zähne.
Lebensweise
Elfen wohnen vorwiegend in Häusern, die in den Wipfeln von hohen Bäumen aus Holz errichtet wurden. Nicht jedoch in den jeweiligen Hauptstädten – hier werden prächtige Paläste und Wohnhäuser aus edlem, meist importierten Stein gebaut.
Typisch ist eine Lebensweise, bei der knapp ein Drittel der Bevölkerung in der Hauptstadt lebt, der Rest in Kleinstgemeinschaften im Wald verstreut – andere Städte werden nicht gegründet. Natürlich ist auch hier Lasada die Ausnahme: mit Sibidir, Sivandralan und Gabatafia gibt es gleich drei große Städte. Auch siedeln Menschen und Angehörige anderer Rassen in Lasada gemeinsam mit den Elfen in deren Städten, während sie in den anderen Reichen ausschließlich unter sich bleiben.
Elfen benutzen keine Waffen und Werkzeuge aus Metall. Auch hier bildet Lasada eine Ausnahme, viele aus Adlerreich, Silberreich und UHA importierte Metallgegenstände werden verwendet.
Verhältnis zur Magie
Elfen beherrschen Lebens-, Todes- und Sternenmagie oft meisterhaft, lehnen aber den Einsatz von Elementarmagie ab. Magie wird nicht an Instituten, sondern von persönlichen Lehrern unterrichtet – anders als in vielen anderen Lebensbereichen wird dies auch in Lasada so gehandhabt. Im Normalfall erfolgt die Unterweisung durch Familienmitglieder. Besonders magiebegabte Individuen werden in die jeweilige Hauptstadt gebracht und dort von den Hofmagiern der Herrscher unterrichtet.
Die Elfenreiche
Astaldur & Aidalam: Der Samtpfotenwald ist von zahlreichen Raubkatzenarten bewohnt, die ihre Beute ausschließlich im angrenzenden Flinkhufwald schlagen (im Flinkhufwald sebst leben keine Raubtiere). Das Verhältnis der beiden Tierfamilien hat sich im Laufe der Zeit in ritualisierter Form auf das Verhältnis der Tiger-Elfen Aidalams (Eigenbezeichnung: Parden) zu den Reh-Elfen Astaldurs (Eigenbezeichnung: Kapreolen) übertragen. Die Parden beuten die Kapreolen aus, unterdrücken sie und lassen sich von ihnen mit Nahrung beliefern, gleichzeitig beschützen sie sie vor allen äußeren Einflüssen. Beide Reiche haben eine gemeinsame Außenpolitik, wobei ausschließlich Parden mit Außenstehenden in Kontakt treten.
Lasada: Lasada ist ein untypisches Elfenreich, stark an die Kultur der umgebenden Menschenreiche angepasst und auch von vielen Menschen bevölkert.
Iftlir: Auch Iftlir ist aufgrund seiner Isolation ein Sonderfall. Wegen seiner Lage nahe der Windinseln schwer zu erreichen, ist das westliche Elfenreich weitestgehend autark und ziemlich abgeschottet vom Rest Trimandas. Die ausgesprochen feindselige Einstellung Fremden gegenüber ist der Grund dafür, dass im Ausland nicht viel über dieses geheimnisvollste der Elfenreiche bekannt ist.