Das Vereinte Golotska (bzw. dessen Vorgängerreiche) wurde nach dem Ende der vintrosischen Dominanz im Goldmeerraum durch Einwanderer von den Ungeheuer-Inseln gegründet. Die ursprünglichen istivalensisch, vintrosisch und neu-jemnisch sprechenden Bevölkerungsgruppen wurden verdrängt bzw. im Fall von Pajale fand eine Vermengung mit diesen statt.
Der Bürgerkrieg
Seit 47 Jahren (im Jahre 1.111 BW, also seit 1.064 BW) herrscht im Vereinten Golotska Krieg. Effektiv gibt es fünf Reiche: Brevnik, Owendron, Issankrod, Pajale und Süd-Golotska. Brevnik firmiert offiziell weiter als Vereintes Golotska und stellt auch den nominellen König (Kral) des Gesamtreichs. Brevnik führt Krieg gegen Issankrod und Owendron; Issankrod gegen Brevnik, Pajale und Süd-Golotska; Owendron gegen Brevnik und Pajale; Pajale gegen Issankrod, Süd-Golotska und Owendron; Süd-Golotska gegen Pajale und Issankrod; oder anders ausgedrückt: NICHT Krieg gegeneinander führen derzeit Brevnik und Süd-Golotska, Issankrod und Owendron, Owendron und Süd-Golotska, Pajale und Brevnik.
Auslöser der Konflikte waren teils triviale Auseinandersetzungen (etwa um die Form der Hüte, die bei Hofe erlaubt waren); etliche Massaker und ständige Vergeltungsmaßnahmen verhärteten die Konflikte so sehr, dass sie derzeit kaum lösbar erscheinen. Zugrunde liegen tiefer gehende Gegensätze
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religiöser Natur: Issankrod gehört als einziges der Teilreiche der Reformierten Vereinigungskirche an. Brevnik und Pajale folgen Beluans Opfer, Owendron und Süd-Golotska der Endgültigen Scheidung.
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kulturell-historischer Natur: in Dialekt und Benennung von Orten und Gegenständen weist vor allem Pajale einige Unterschiede zu den anderen Staaten auf. Hier wurde früher pajala gesprochen, eine Form des golot, die aus der Vermengung mit den Sprachen der istivalisch-vintrosischen Urbevölkerung der Pajalaberge (auch vereinzelte ezkjaltische sowie neu-jemnische bzw. proto-goldländische Elemente sind erhalten) hervorging. Zudem gibt es in allen Teilreichen unterschiedliche Kleidungsstile bzw. Trachten und Küchen und unterschiedliche Praktiken bei der Ausführung magischer Rituale.
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politischer Natur: die Ongob-Frage. In Issankrod und Owendron ist die Ongob-Sklaverei verboten, in den anderen Teilreichen ist sie (zumindest offiziell, Sklaven in nennenswerter Anzahl gibt es nur in Brevnik) erlaubt.
Außerdem bestehen ökonomische und strategische Konflikte zwischen den Teilstaaten. Brevnik profitiert stark von seiner Stellung als einziger Goldmeer-Anrainerstaat, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht. Zugang zum Goldmeer ist daher auch immer wieder Streitpunkt in den Konflikten mit Issankrod und Owendron. Auch Pajale hätte gerne Zugang entweder zum kerwissischen Meer oder zum Golf von Golotska. Der Zugang zu Zwergengütern bzw. die direkte Kontrolle von Zwergenfestungen befeuert die Konflikte zwischen Brevnik und Owendron, sowie zwischen Issankrod und seinen südlichen Nachbarn. Süd-Golotska und Owendron kooperieren in der Frage des Zugangs zu Zwergenwaren, ebenso Pajale und Brevnik; Issankrod ist auf Importe aus Vintrosia und Istival angewiesen.