In fast allen Regionen, in denen Zwerge leben – mit Ausnahme der Adamantik –, halten sie ein Bergbaumonopol. Für die Nahrungsmittelproduktion (v.a. Obst, Gemüse, Getreide) sind sie weitgehend auf Importe angewiesen, denn Zwerge verstehen sich ausgezeichnet auf Bergbau, betreiben aber – abgesehen von Pilzanbau und Viehwirtschaft – fast keine Landwirtschaft. Sie leben in den meisten Fällen unterirdisch, es gibt aber durchaus einige Ausnahmen.
Zwerge sind magieresistent. Im Allgemeinen haben sie selbst keine Magiebegabung, jedoch werden sehr selten Individuen mit sehr starker Magiebegabung geboren, die dann stets von Ortanen oder Rortanen (eigentlich ist die Mehrzahl dieses zwergischen Wortes »Orten«, was die meisten beluan-Sprecher aber verwirrt) ausgebildet und später selbst (R)Ortan/(R)Ortane werden.
Fast alle Zwerge Trimandas (die einzige Ausnahme bilden die Seezwerge von Edewut) schlossen sich im Laufe der Zeit den Reichen anderer Nationen an, wo sie meist, wie etwa in Goldland, weitreichende Autonomie genießen. Wegen der Versorgungssicherheit mit Nahrung bzw. landwirtschaftlichen Produkten ist dieser Schritt für die Zwerge meist sehr vorteilhaft, die umgebenden Reiche profitieren ebenso, da sie die zwergischen Metalle dringend benötigen.
Es bestehen äußerst intensive Handelsbeziehungen, aber meist einseitig: alle anderen Verständigen Rassen mit Ausnahme der Nasfidda und der Kress scheuen die Berge. Daher kommen die Zwerge in deren Ansiedlugen. Je nach Art der Handelsbeziehung geschieht dies bei Bedarf oder zu mehr oder weniger fest vereinbarten Zeitpunkten. Eine – allerdings sehr bedeutende – Ausnahme bilden die großen, von den meist in königlichem Besitz befindlichen Nahrungsmittelbanken (wie etwa der Goldländischen Agrarstelle) organisierten Handelstrecks. Sie finden meist ein oder zwei Mal im Jahr statt. Dann werden Waren in exorbitantem Umfang gehandelt. Dabei wird oft mehr getauscht, als die Zwergenhändler das ganze Jahr über durch ihre Geschäfte umsetzen.
Die zwergische Geschichtsschreibung reicht weiter zurück als die sämtlicher anderer Völker Trimandas. Einige wichtige Ereignisse während des Götterkriegs sind nur durch zwergische Quellen überliefert. Zwergische Historiker neigten jedoch, v.a. im Anschluss an die Umsiedlung unter die Erdoberfläche (s.u.), dazu, sich sehr stark auf zwergische Geschichte zu fokussieren und die Ereignisse an der Oberfläche, wenn überhaupt, oft nur rudimentär wiederzugeben.
Im Verlauf des Götterkriegs begannen die Zwerge damit, ihre Stollen zu unterirdischen Festungen auszubauen. Ihre oberirdischen Siedlungen gaben sie nach und nach auf. Eine große Fluchtbewegung zu den Hauptfestungen Graddamon, Tirmon (nach dessen Zerstörung im Götterkrieg nach Ogetawark – heute Oget), Amdzammon, Tasamon, Mon Kraon und Mon Xuxel setzte ein. Kleinere Ansiedlungen wurden während der Kämpfe zerstört. Von diesen zwergischen Ur-Reichen erfolgte später die Rekolonisierung der anderen Gebirgszüge. Von Graddamon aus wurden sämtliche Gebirgszüge Stoonars (u.a. die Silberberge, Kupferberge, Wasserländer Berge, Eisenberge (Edewut), Golotsker Berge, das Wintros-Gebirge) sowie die östlichen Drachenberge kolonisiert. Die Erschließung der westlichen Drachenberge und des Kentaurengebirges (abgesehen von den Bunten Bergen) erfolgte erst durch die Nasfidda. Die heutige Zwergenbevölkerung stammt überwiegend aus zerstörten Festungen in den östlichen Drachenbergen. Aus Tirmon im Schawargebirge bzw. nach dessen Vernichtung 6.666 VBW aus Ogetawark (heute Oget) am Westfuß der Bunten Berge (ein Ausläufer des Kentaurengebirges) erfolgte die Besiedlung des Schawargebirges, der Ascheberge und des Rongorischen Berglands. Von Amdzammon aus wurde der Nordteil der Westerberge (bis einschließlich Tenkar) besiedelt, von Tasamon aus der südliche Teil des Gebirges sowie das Wuteng-Gebirge. Die Einwohner Mon Xuxels etablierten Siedlungen im Hochland von Duwurna, später (Post-Exodus) auch in Maikaiga und Daosang. Mon Kraon blieb die einzige Zwergenfestung in den Feuerbergen Andawats.
Zwerge gründen keine neuen Siedlungen mehr, sondern bauen die bestehenden unterirdischen Reiche immer weiter aus.
Zwerge sehen sich als von Stoon und Ferua erwählt. Sie verehren diese beiden göttlichen Kinder und Beluan besonders.
Bei den Zwergen ist es recht üblich, dass Herrscher abdanken, um eine geregelte Thronfolge zu ermöglichen. Auch verzichtet manchmal der eigentlich Thronfolger, wenn er schon sehr alt ist, zugunsten eines nahen Blutsverwandten (z.B. Nichte, Bruder oder Cousine) auf den Thron, v.a. wenn der/die betreffende Verwandte bereits große Taten vollbracht hat oder hervorstechende Eigenschaften aufweist, die ihn/sie als Thronfolger geeignet erscheinen lassen.
Zwerge werden bis zu 300 Jahre alt und sind damit die langlebigste der bedeutenden Rassen Trimandas. Mit 99 Jahren (Seezwerge: 66 Jahre) gelten sie als erwachsen und verlassen erst dann die Bergfestungen. Bis zum Alter von 25 Jahren (Seezwerge: 20 Jahre) gelten sie als Kind, danach als Jugendliche. Die Pubertät erreichen sie mit ca. 20 Jahren. Ab 50 Jahren (Seezwerge: 40 Jahre) dürfen sie heiraten und eine Familie gründen. Zwerge sind nicht sehr fruchtbar, zudem sind Verhütungsmittel weit verbreitet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass verheiratete Zwerginnen nur alle 40 Jahre oder sogar seltener ein Kind gebären.