Ost und West und Nord und Süd
Auf Trimanda unterscheidet man:
Ost und West:
Der Name Astiam kommt ursprünglich aus dem hispontischen (durch Verkürzung und Vintrosinierung von »pais occidental«) und war einfach die Bezeichnung für den Kontinent westlich der hispontischen Halbinsel. Diese stoonarische Fremdbezeichnung wurde mittlerweile (im Zuge der UHA-Kolonisation und durch die Verbreitung des auf dem goldländischen basierenden beluan) in den meisten Teilen Astiams übernommen. Es gibt aber auch einige bedeutende Ausnahmen. Die Kentaurinnen von Lertinua benutzen weiterhin den – früher in ganz Astiam verbreiteten – Ausdruck Lertinua; die Lamrasker sagen Tiwanqu-Zalat (Tiwans Erde); die Rongorier nennen Astiam Ronquodom (Rongors Körper) und unterscheiden es in Ronquat (Rongors Kopf – das Land der Rongorier) und Ronafdram (Rongors Leib – das restliche Astiam).
Stoonar ist eine Eigenbezeichnung. So wird der östliche Kontinent der nördlichen Hemisphäre genannt. Der Name bezieht sich zweifellos auf den Gott Stoon, es ist jedoch keine Legende erhalten, die die Namensherkunft überliefert. In Hispontia (und nur dort) wird Stoonar auch heute noch oft als Asoram (von »pais oriental«) bezeichnet. Die Lamrasker nennen Stoonar Stonqu-Zalat (Stoons Erde), die Rongorier bezeichnen es als Stoonquodom (Stoons Land/Körper).
Dazwischen liegt die Adamantik, die ebenfalls zur Altwelt (s.u.) gehört, aber irgendwie auch doch nicht. Lange Zeit als Heimat der von den meisten Geschöpfen als sehr fremdartig empfundenen und sehr abweisenden Kress weitgehend isoliert, wurde sie schließlich zunächst von Westen, dann von Osten kolonisiert und unterworfen. Ihren heutigen Namen erhielt sie recht spät. Von den stoonarischen Eroberern wurden dort große Adamanten-Vorkommen vermutet, da die ansässige Wan-Bevölkerung unzählige zu besitzen schien – tatsächlich handelte es sich um Mondstein, Hinterlassenschaften der vorher hier herrschenden Kress. In Lamraskat wird die Adamantik nicht als eigenständiger Kontinent gesehen, sondern als Teil Astiams bzw. Tiwanqu-Zalats. Die Rongorier sagen Quristar (Heimat der Kress) dazu.
Hispontia bzw. der hispontische Subkontinent wird mal als Teil Stoonars, mal als Teil Astiams gesehen. Manche Gelehrte interpretieren die Halbinsel als eigenständigen Erdteil.
Nord und Süd:
Stoonar und Astiam zusammen sind die Altwelt, die Salzwelt, Salzland oder Stoonastiam. Die »wieder-« bzw. »neuentdeckten« Kontinente Duwurna und Anxillo nennt man Neuwelt, Pfefferwelt, Pfefferland oder Dunxillo. All diese Begriffe sind salzweltlichen Ursprungs. Die meisten Bewohner Duwurnas – insbesondere die der drei großen Inselreiche – sehen keinerlei Gemeinsamkeiten mit den Ongob Anxillos. Das Anxillo-Archipel ist für sie genauso Neuwelt wie Astiam und Stoonar. Die einzige Unterscheidung, die auch in Duwurna Verwendung findet, ist die Salz-Pfeffer-Dichotomie.
Auch Duwurna erhielt den heute am weitesten verbreiteten Namen erst spät. Lertinian Kleinfeld, der »Entdecker« der Pfefferwelt, verkürzte und verballhornte die Bezeichnung »Daxidao san Waorenxang« (Alte Volksheimat auf der großen Westinsel), mit der die daoren sprechende Sang-Bevölkerung von Daosang den Kontinent bezeichnete. Kleinfeld landete im Osten der Insel, wo die ansässige Bevölkerung die S- und SCH-Laute verschluckt. In Daosang sagt man heute meist Daxidao (Große Westinsel), wenn das duwurnische Festland gemeint ist. In Andawat wird der Kontinent Zazakibumi (Land der Strafe) genannt. In Maikaiga heißt es Duragun nu Kuni (Reich des Drachen bzw. Land der Drachen). Bei all diesen Völkern ist für den Kontinent inklusive der umgebenden Inseln die Bezeichnung Duwurna gebräuchlich. Bei den Lamraskern heißt Duwurna Feraqu-Zalat (Feruas Erde), bei den Rongoriern Ferquodom (Feruas Land/Körper).
Das Anxillo-Archipel heißt nach den Anxills, den ersten Tieren, die Elefteros Vavasidis, der »Entdecker« des Archipels, und seine Mannschaft nach der Überquerung der Zabrik sahen. Anxills (veraltet, aber teilweise noch in Gebrauch: Anxillos) sind mittelgroße, im Wasser lebende Säugetiere mit delphinartigem Körperbau, Schuppen, die in allen Farben des Regenbogens schillern und langen, an Federn erinnernden Seiten- und Schwanzflossen, die sich bei ihren hohen (bis zu 20m) Luftsprüngen kreiselnd drehen und die Tiere einerseits weiter nach oben katapultieren, andererseits einen »Feuerwerkseffekt« erzeugen. In der Sprache der Ongob heißt das Archipel Malam Onogon – Schöne Heimat. Die Lamrasker sagen Zabarqu-Zalat (Zabers Erde) dazu, die Rongorier Zabrquodom (Zabers Land/Körper).